Freitag, 26 May 2017

 

Kurzdarstellung

 

des Soziokulturellen Zentrums Freital

 

 Nach mehreren Jahren der thematischen Annäherung, Erörterung der Notwendigkeit und Herbeiführung von in die Wege leitenden Beschlüssen entschied sich der Stadtrat der Großen Kreisstadt Freital am 23.06.2016 zur Umsetzung einer dezentralen Variante des Soziokulturellen Zentrums in Freital mit Trägerschaft eines Vereins. Nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass eine dezentrale Variante entsprechend der Stadtkultur als die passendste Version erscheint, erhielt diese Variante die Mehrheit der Stimmen. Die Nutzung bereits reichlich vorhandener Räumlichkeiten und technischer Ausstattungen erübrigen somit auch eine grundsätzliche und kostenintensive Ertüchtigung eines Gebäudes zur Umwidmung als „SKZ“.

Der Zusammenschluss von 7 Vereinen und der Körperschaft der Stadt Freital führte zur Gründung des Trägervereins „Soziokultur Freital“ am 28.06.2016.

Die Gründungsvereine des Soziokultur Freital e.V.:

Die Reihenfolge der Aufzählung erfolgt nach dem Prinzip der alphabetischen Reihenfolge. Amtliche Rahmendaten, Vereinszweck, Inhalt der Arbeit, Grundzüge der Struktur und Verortung finden sich im Anhang in Form einer tabellarischen Datenbank.

gruen Förderkreis BIOTEC e.V.
schwarz Förderverein für Jugend und Kulturarbeit e.V.
Lila Kultur- und Tanzwerkstatt e.V.
pink Kulturverein Freital e.V.
orange2 Regenbogen“ Familienzentrum e.V.
rot Spielbühne Freital e.V.
orange Stadt Freital
purpur Verein zum Erhalt der Ballsäle Coßmannsdorf e.V. 
Organisationsstruktur

Die durch das Soziokulturelle Zentrum Freital zu erbringenden Leistungen werden insbesondere in der Etablierungsphase vor allem durch das Netzwerk aus den bereits langjährig agierenden Gründungsvereinen erbracht. Die Nutzung der vorhandenen Räumlichkeiten und technischer Ausstattungen erfordert nur geringe Investitionen in Bauten und Material, die somit eine sinnvolle gezielte Ertüchtigung vorhandener Ressourcen darstellen. Durch Vernetzung und Koordination bestehender Angebote und Aufsattlung neuer, die zur qualitativen Bereicherung und Erweiterung der jeweiligen Vereinsarbeit führen, kann bereits kurzfristig die Arbeit des Soziokulturellen Zentrums beginnen. Einzelne Aktivitäten können ohne lange Vorlaufzeit durch die Zentrumsarbeit zu gemeinsamen, übergreifenden Projekten gebündelt werden. Auf diese Weise entsteht zeitnah ein Soziokulturelles Zentrum in Freital virtueller Art, das die erforderlichen bedarfsorientierten Leistungen in räumlicher Nähe zu den Zielgruppen erbringen kann und die Investitionen auf das für die Leistungserbringung notwendige Maß reduziert. In der Perspektive ist die gezielte Erweiterung des Soziokulturellen Zentrums Freital im Sinne einer Ergänzung von weiteren Inhalten durch Gewinnung von neuen Mitgliedern, Kooperationspartnern und Kontakten erklärte Vorgehensweise. Bürgerbeteiligung und Selbstorganisation in enger Kooperation mit den bestehenden Akteursrunden und Freital.Net/z sind erklärte Absicht der Umsetzung soziokultureller Arbeit des Zentrums.

Verortung und räumliche Ressourcen

Das SKZ verfügt insgesamt dezentral über folgende Räumlichkeiten: 4 verschieden große Säle mit Bühnen (max. 540 Plätze; bis 300 Plätze; bis 175 Plätze; bis 80 Plätze), 3 mittelgroße Säle (je 80 bis 120 Plätze), 1 Tanzstudio (90 qm), 5 Veranstaltungsräume (je bis 50 Plätze, 4 mit Gastronomiebereich), 40 unterschiedliche kleinere Räume (Büro, Mehrzweckräume), 1 Lager-Halle (in Gemeinschaft), diverses Außengelände von 80 qm bis Sportplatz.

Inhaltliche Zielsetzung

Das Soziokulturelle Zentrum Freital richtet seine Angebotsgestaltung einerseits an den inhaltlichen Vorgaben der Förderschwerpunkte zur Soziokultur (Kriterienkatalog), andererseits an den Bedürfnissen der potenziellen Zielgruppen aus, so dass eine hinreichende Akzeptanz und Inanspruchnahme gewährleistet ist. Es ist damit auch ein Instrument der Stadtentwicklung und folgt in seiner Ausrichtung auch der Beschlussfassung zur „Familienfreundlichen Ausrichtung“ der Stadtpolitik. Die Angebotsgestaltung setzt sich aus regelmäßigen Kursangeboten in verschiedenen Kunstsparten, aus mehrtägigen Projekten sowie aus einer regelmäßigen Veranstaltungstätigkeit zusammen, die insbesondere auch der Präsentation von Projektergebnissen sowie der Nachwuchsförderung dient. In den Kursen und Workshops wird die kulturelle Bildung als zentrale Methode im Verständnis des Arbeitspapiers des Landesverbandes Soziokultur Sachsen zu diesem Thema angewandt. Die Angebote sind so ausgerichtet, dass sie eine Strahlkraft in die Region entwickeln, was natürlich nicht mit jedem einzelnen Kurs gelingt. Daher wird es für den Aufbau des Zentrums von Bedeutung sein, in den einzelnen Themenfeldern neben der täglichen Arbeit mit vorwiegend lokalen Nutzerinnen und Nutzern auch regional und überregional wahrnehmbare Veranstaltungs- und Workshopformate aufzubauen. Das werden beispielsweise Wettbewerbe oder Festivals sein, die in der Kunstsparte bzw. in dem betreffenden Thema jeweils Jahreshöhepunkte darstellen (z. B. über PopIIGo-Formate), die eine überregionale Beteiligung bei Aktiven und Zuschauern besitzen. Gleichzeitig werden diese Formate eine Motivationsfunktion für die Kurse sein, wenn beides planvoll aufeinander bezogen ist, zum Beispiel bei Tanzkursen und offenen Trainings, deren Teilnehmer Beiträge bzw. Choreographien für ein Tanzfestival vorbereiten. Die Verknüpfung von Rezeptions- mit Partizipationsprozessen, von künstlerisch-ästhetischen Bildungsansprüchen mit kommunikativen und sozialen Prozessen, welche durch die Wahrnehmung der Beteiligungsmöglichkeit entstehen, sind Ziele und Methoden der inhaltlichen Arbeit. Das Jahresarbeitsprogramm ist vorstrukturiert und anschlussfähig für die gestalterische Mitwirkung durch Nutzer, Gäste, Initiativen, Trends sowie aktuellen gesellschaftlichen Themen.

 

Wappen Freital Logo Kulturraum Kulturstiftung Logo ESF